Donnerstag, 23 Januar 2014 10:45

Insolvenz von Prokon

Auszug aus Die Welt

23. Jan. 2014, 11:00

Der Windparkbetreiber Prokon ist pleite. Das Unternehmen aus Itzehoe bei Hamburg bestätigte am Mittwoch, Insolvenzantrag gestellt zu haben. "Das bedeutet allerdings keineswegs das Aus für Prokon", betonte die Firma in einem auf der Internet-Seite veröffentlichten Schreiben an die "lieben Genussrechtsinhaber".

Bei Prokon haben gut 75.000 Anleger insgesamt 1,4 Milliarden Euro in Form von Genussrechten angelegt. Als Eigenkapitalgeber müssen sie sich in der Insolvenz hinten anstellen und dürften einen großen Teil ihres Einsatzes verlieren. Davor schützt sie auch eine Kündigung nicht. Ein Ultimatum von Firmengründer Carsten Rodbertus an die Anteilseigner, ihr Geld nicht aus dem klammen Unternehmen abzuziehen, war am Montag gescheitert...........

Traurig aber wahr. Da haben ca. 75.000 Anleger in den Strom der Zukunft investiert. Und nun ist das Geld futsch. Glaubt man jedoch der Berichterstattung, so sind die Anleger nicht ganz unschuldig an der Insolvenzbeantragung.

Fast 50 % der Anleger wollten ihr Geld zurück, weil das Untnerhmen immer mehr Verluste anhäufte. Ein Irrtum ist, dass man bei Kündigung so sein Geld zurück erhält. Hier zeigt sich mal wieder. Geldanlegen ist ein Risiko. Auch wenn sich alles noch so gut anhört. Jeder muss damit rechnen, dass das Geld auch verloren gehen kann.

Warten wir mal ab, wie sich die Politiker zu diesem Fall äußern.

Daniela Laurien