Mittwoch, 26 Juni 2013 14:09

Agenten verkaufen Kundendaten

Immer häufiger hört man vom Datenklau in CallCentern. Mitarbeiter der Geschäftsführung aber auch Agenten bessern sich ihr Gehalt auf, in dem sie Kundendaten, welche mit wichtigen Informationen bestückt sind, verkaufen.

So eine Adresse ist gold wert. Es gibt unzählige Käufer für diese Daten. Sie sind gerne bereit einen nicht unbeträchtlichen Betrag für diese Adressen zu zahlen. Wichtige Infos wie zum Beispiel, Alter, Hobbys, Familienstand oder Emailadresse erhöhen den Preis exorbitant.

Aber sind diese Mengen an Daten die so ein Agent verkaufen möchte tatsächlich ein Problem?

Grundsätzlich schon! Wenn es um private Daten geht, sollte keiner in der Lage sein, diese am Markt anzubieten. Aber auch derjenige, der die Daten kauft müsste zur Verantwortung gezogen werden. Er weiß ja, dass er Daten erhält, welche widerrechtlich verkauft worden sind.

Entgegen der Versprechen für einen “besseren”, “umfassenden” Datenschutz erlaubt die Bundesregierung neuerdings ausdrücklich, dass Einwohnermeldeämter die Privatadressen der Bundesbürger verkaufen dürfen. Auch Versandhäuser dürfen Adressdaten mit Zusatzinfos verkaufen, wenn der Kunde dem nicht ausdrücklich widersprochen hat.

Und? Wer verklagt jetzt die Einwohnermeldeämter und Versandhäuser? Jede verkaufte Adresse bringt zwischen 5 und 15 Euro.

In unserem CallCenter können die Mitarbeiter keine Daten über USB-Stick ziehen und nach extern bringen. Auch das brennen von CD’s ist nicht möglich. Sollte einer auf die Idee kommen viele Seiten zu drucken, fällt das auch sofort auf.

Dennoch, wir können alle nicht sicher vor Datenmissbrauch sein. Deshalb achten sie genau darauf, wem sie welche Daten geben.

Daniela Laurien