Mittwoch, 19 Juni 2013 12:37

Flutopfer? Was nun? Wie geht es weiter?

Die Politiker haben es ja versprochen: „ Wir werden helfen!“

Wie sieht die Realität aus? Ich kann nicht für alle Regionen sprechen aber das, was hier passiert, ist schon zweifelhaft.

Unser Landrat hat beschlossen, für die Aufräumarbeiten setzen wir Arbeitslose ein. Gute Idee, vom Grundsatz her kann ich das begrüßen. Ich frage mich aber: Ist das der richtige Weg?

Es gibt auch hier so viele Firmen, welche mit einer entsprechenden Auftragsvergabe endlich wieder ein paar Cent verdienen könnten. Zur Abwicklung des Auftrages könnte man den einen oder anderen MitarbeiterIn doch einstellen. Wenn auch nur für begrenzte Zeit. Sicherlich müsste das Land dann die Firmen bezahlen, aber den Privaten fragt man auch nicht, wie er seine Rechnungen bezahlt.

So haben alle was davon. Das Unternehmen, der MitarbeiterIn und das Arbeitsamt. Ob die Idee, die Arbeitslosen die Aufräumarbeiten machen zu lassen schon umgesetzt wurde, weiß ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es da ganz viel Gegenwehr gibt.

Wie kommen wir im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu Spenden. Die Idee des Landrates ist: wer Punkte abbauen muss, soll einen Betrag X spenden und es werden ihm Punkte erlassen.

Jetzt mal ehrlich, wo soll das alles hinführen? Klar denkt man sofort an die LKW-Fahrer, welche ganz schnell viele Punkte sammeln könnten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Betrunken Auto gefahren oder andere dumme Sachen gemacht? Soll man da wirklich die Punkte auf diese Art und Weise abbauen können? Von mir ein ganz klares NEIN, weil einfach nicht bis zum Ende gedacht wurde und über den Verwaltungsaufwand und die dadurch entstehenden Kosten möchte ich schon gar nicht nachdenken.

Wir kämpfen auch gegen die Fluten. Da die Presse voll mit Negativnachrichten war und immer noch ist, haben wir und andere Firmen, welche ähnlichen Dienstleistungen anbieten, große Probleme. Unsere Kunden sind leider nach wie vor der Meinung, die ganzen neuen Bundesländer und Bayern stehen unter Wasser. Die Menschen wollen deshalb nicht verreisen. Aber so ist das; Negativnachrichten verbreiten sich schnell und halten sich beständig.

Dennoch, steht uns das Wasser auch noch so hoch, wir halten den Kopf einfach höher, es gibt immer einen Weg, egal ob als Privater oder Geschäftsmann/frau.

Daniela Laurien